Dienstag, 3. Januar 2017

Was der Nebel verbirgt - Maximilian Seese

Maximilian Seese - Was der Nebel verbirgt

Klappentext: 
Seit einer fehlgeschlagenen Festnahme vor vierzehn Jahren wird der Serienkiller Laxley Doherty vergeblich von der Polizei gesucht. Jetzt muss Gordon Grand, langjähriger Fahndungsleiter, auf einer Polizeikonferenz hilflos mit ansehen, wie die Akte des »Schlächters von Plymouth« offiziell geschlossen wird. Am nächsten Tag jedoch wird in London ausgerechnet die Leiche Dohertys gefunden. Erneut taucht Grand in die Ermittlungen und die Abgründe des Serienmörders ein. Je größer Grands Obsession für den Fall Doherty wird, desto näher kommt er seinen eigenen Dämonen, die im Nebel auf ihn lauern ...

Meine Meinung: 
Das Buch beginnt vor gut 14 Jahren, jenem Moment als der Serienkiller Doherty im Moor gesucht wird. Wir lernen den damaligen Neuling Gordon Grand kennen und erfahren kurz darauf, dass der damalige Einsatzleiter verstarb und eben jener Grand in seinem "Erbe" weiterermittelt. Doch nach 14 Jahren ohne Ergebnis aber jeder Menge entstandener Kosten soll die Akte geschlossen werden. 
Schnell werden hierbei die Sympathien verteilt; vor allem gegen einen gewissen Herrn Frey habe ich direkt Ablehnung verspürt. Es ist zu offensichtlich, dass etwas nicht mir rechten Dingen zugeht, und dies führt wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.Man weiß als Leser nur noch nicht was genau für ein Spiel gespielt wird und folgt Grand auf dem Weg das tiefe und dunkle Geheimnis zu lüften. 

Äußerst brutal gestaltet sich das Katz-und-Maus-Spiel. Es gibt viele Leichen, durchaus nichts für zarte Seelen wenn man erfährt wie diese teilweise zugerichtet worden sind. Man leidet mit allen und kann nachfühlen, dass jeder Verlust nur noch mehr anstachelt den Täter zu finden und dingfest zu machen. Und auch wenn man als Leser relativ früh eine Vermutung hat, schafft es Maximilian Seese doch immer wieder abzulenken und so geht es einem wie den Polizisten: Man kann es nicht nachweisen, alles spricht dagegen auch wenn noch so viele versteckte Hinweise eingebaut werden. 

Alle Charaktere wirken menschlich und facettenreich und man nimmt ihnen die Rolle komplett ab - und glücklicherweise wird auf private Nebenschauplätze so gut wie komplett verzichtet! Allerdings war ich es dann doch leid, als sich Grand (und sein Begleiter) zum dritten Mal haben "einen kurzen Moment" ablenken und so überwältigen lassen. 

Das große Finale war für mich doch ein wenig überraschend. Erahnte man zwar schon, dass mehr hinter Anderson steckt, so ist die Auflösung doch nicht ganz vorhersehbar was den Zusammenhang der einzelnen Protagonisten angeht. 

Das Buch hat mich aber von vorne bis hinten gut unterhalten. Dieser Thriller braucht sich nicht verstecken und es ist ein absolut gelungenes Debüt! 

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten!  

(Edition M; 413 Seiten; 2016)

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Maximilian Seese für die Zusendung des kostenlosen Rezensionsexemplares und wünsche viel Erfolg mit diesem Buch und weiterhin viel Freude am Schreiben! 

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