Samstag, 15. April 2023

Und morgen ein neuer Tag - Claire Alexander

 Claire Alexander - Und morgen ein neuer Tag

Vielen Dank an vorablesen.de, dass ich im Zuge einer Verlosung das Buch lesen und rezensieren darf

Inhalt (vorablesen.de):
Seit mehr als drei Jahren hat Meredith ihr Haus nicht verlassen. Über das Warum – über das, was vor 1.214 Tagen geschah – spricht sie mit niemandem. Denn eigentlich ist doch alles in Ordnung: Sie arbeitet erfolgreich von zu Hause, bruncht am Küchentisch mit ihrer besten Freundin, liest in ihrem gemütlichen Ohrensessel und kocht Pasta Puttanesca. Aber dann tritt Tom in ihr Leben, und Meredith muss zugeben, dass sie nicht so glücklich ist wie sie vorgibt. Doch gerade als sie beginnt, sich Tom zu öffnen, holt ihre Vergangenheit sie schlagartig ein. Und Meredith begreift: Um wirklich zu leben, braucht es viel mehr als einen Schritt vor die Haustür …


Meine Meinung:
Das Buch - welches als Roman deklariert ist - klingt spannend und geheimnisvoll. Man möchte unbedingt wissen was Meredith zugestoßen ist. Denn man lernt sie als eigentlich fröhliche Frau kennen, die einfach nur panische Angst hat das Haus zu verlassen und neue/fremde Menschen zu treffen. Lediglich mit ihrer Freundin aus Kinderzeiten hat sie Kontakt und wird von ihr umsorgt. Und ihr Kater, extra von ihrer Freundin auserwählt damit sie einen Kameraden zu Hause hat, aber dennoch nicht gezwungen ist eben jenes zu verlassen. Nach und nach jedoch sucht Meredith sich Hilfe, macht Online-Therapie und meldet sich in einem Forum an wo sie auf Menschen mit einem ähnlichen Schicksal trifft. Und dann ist da noch Tom. Er arbeitet ehrenamtlich bei einer Beratungsstelle und versucht nach und nach Meredith zu lockern, ihre Psyche zu öffnen, so dass sie nach und nach erzählen kann was ihr schreckliches widerfahren ist. 
So zeigt sich, dass ihr Trauma und eigentliches Problem mit der Welt noch viel weiter als diese besagten 1214 Tage zurückgeht. Eine Kindheit und die anschließende Jugend, die sie prägte und Spuren hinterlassen hat - bis jetzt zur Gegenwart.

Ein tiefgehender psychologischer Roman, man leidet mit Mer in der Vergangenheit und man freut sich über jeden Schritt den sie in der Gegenwart macht. Die Charaktere sind mir allesamt super sympathisch. Die lockere Schreibweise hilft das Thema spielerisch aufzurollen, die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren hervorragend. 

Mich hat das Buch sehr gefesselt. Daher eine absolute Leseempfehlung mit 5 von 5 Sternen.


(Goldmann Verlag; 2023; 448 Seiten)

Freitag, 14. April 2023

Freitagsfüller 14.04.2023 #725



Nach einer Freitagsfüller-Pause letzte Woche (mein Geburtstag, Ostern - irgendwie war ich mit den Tagen vollkommen durcheinander und dann wars auch schon zu spät) bin ich heute wieder voll dabei. Ich würde ja sagen, die erste Woche voll arbeiten, aber tatsächlich war es ja nur eine 4-Tage-Woche. Ebenso wie es die nächsten beiden für mich werden. Und im Mai tummeln sich ja auch schon wieder jede Menge Feiertage. Hachje, ein Stress *g*. 
Rückblickend kurz zum Wellness-Wochenende bei Fulda, das war super. Das Wetter grässlich, aber somit konnten wir das Hotel und seine Inklusiv-Leistungen voll auskosten. 
Ostern war auch ruckzuck dann vorbei, und auch meine Geburtstagsfeiereien sind abgeschlossen. Waren schöne Tage, ein wenig Action - aber auch nicht zu aufregend. Genau das richtige, wie ich finde.


1. Die Osterfeiertage waren zum Glück sehr sonnig.
2.  Mit den richtigen Menschen hat man immer was zu lachen.
3.  Ich lege Wert auf Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.
4.  Die wichtigsten Menschen waren rund um meinen Geburtstag eingeladen.
5.  Nächste Woche soll es endlich wieder ein wenig frühlingshafter werden.
6. Ich nehme lediglich im Tee Honig statt Zucker.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Couchabend, morgen habe ich geplant, zur Feier einer Freundin zu gehen und Sonntag möchte ich das Osterzeug gar verräumen und Abends lecker essen!


Habt ein schönes Wochenende!

Die gesammelten Freitagsfüller gibts bei Barbara: scrapimpulse

Sonntag, 9. April 2023

30 Tage Dunkelheit - Jenny Lund Madsen

 Jenny Lund Madsen - 30 Tage Dunkelheit

Diese Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von vorablesen.de kostenlos zur Verfügung gestellt

Inhalt (vorablesen.de):
»Jeder Idiot kann in einem Monat einen Krimi schreiben!«, schimpft die renommierte, aber leider auch ziemlich erfolglose Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix vor laufender Kamera. Nun muss sie, um ihren Ruf zu retten, in einem Monat einen Krimi abliefern. Kurzentschlossen wird sie von ihrem Lektor in die winterliche Einöde Islands geschickt – die perfekte Kulisse, wie ihm scheint. Doch als der Neffe ihrer Gastgeberin unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird, wird die Fiktion plötzlich Realität. War es Mord? Je tiefer Hannah gräbt, desto deutlicher wird ihr zu verstehen gegeben, dass sie sich raushalten soll. Und bald steht nicht mehr nur Hannahs Karriere auf dem Spiel.


Meine Meinung:
Eine Schriftstellerin sucht ihr Glück und ihre Inspiration zum allerersten Mal in ihrem Leben einen Krimi zu schreiben - und nicht wie sonst höhere Literatur. Denn schließlich kann ja jeder einen Krimi schreiben. Und so lässt sie sich auf das Projekt ein als sie auf einer Buchmesse sich mit ihrem "Erzfeind" Jensen anlegt. 
Und so landet sie in Island, bei einer Frau die ihre Sprache nicht spricht (allerdings versteht) und sich nur mit Stift und Zettel mit ihr verständigen kann. Auf den ersten Seiten lernt man Hannah besser kennen, mitsamt ihrer Probleme. Und natürlich kommt es wie es kommen muss. Auf der Suche nach Ideen für die Story passiert ein tragisches Unglück. Hannahs Neugier ist geweckt und unverblümt mischt sie sich unter die Dorfbewohner und ist von Anfang an überzeugt, dass es ein Mord gewesen sein muss. Der hiesige Polizist Viktor ist mit der Situation natürlich überfordert, bisher passierte eben nichts. Und natürlich zieht dann auch noch ein Schneesturm auf, so dass keine Unterstützung kommen kann. 
Leider handelt sie in meinen Augen oft absolut unlogisch, und ich komme nicht umhin zu denken, dass das mit dem "Idioten der einen Krimi schreibt" nicht so weit hergeholt ist. Auch ihre "Affäre" hätte es nicht unbedingt gebraucht.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Seiten flogen dahin. Doch wie gesagt, es ist ein wenig zu konstruiert, zu viel Zufall. Die Auflösung jedoch überrascht dann doch. Da mich das Buch gut unterhalten hat, sehe ich über die unrealistischen Handlungen teilweise hinweg und gebe 4 von 5 Punkten.


(Tropen Verlag; 2023; 400 Seiten)