Freitag, 24. November 2017

Freitagsfüller 24.11.2017 #449



Schon wieder Freitag, das letzte Wochenende vor dem Advent steht an. Das heißt in vielen Haushalten sicherlich, dass so langsam die Vorbereitungen dafür losgehen. Auch ich werde jetzt damit anfangen, vor dem anfänglichen Chaos, bis ich ein System habe, graut es mir ja schon. *lach*


1.  Ich könnte mal wieder nach Nürnberg fahren um einen guten Freund zu besuchen.
2.  Wenn ich mit der Weihnachtsdeko und dem Backen anfange geht es immer erstmal drunter und drüber.
3.  Bloß nicht das Zeitgefühl jetzt bei all den Vorhaben verlieren.
4. Am Montag startet hier bereits der Weihnachtsmarkt.
5.  An meiner Tür wird bald wieder ein weihnachtlicher Hängeschmuck angebracht sein.
6. Wenn es kalt ist kribbelt es bei mir immer in Fingerspitzen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Besuch in der Skihütte, morgen habe ich geplant, die Weihnachtsdeko aufzubauen und Abends zu einem Essen bei einer Freundin zu gehen und Sonntag möchte ich die erste Ladung Plätzchen backen!


Habt ein schönes Wochenende, lasst euch nicht stressen. Auch wenn ich den einen oder anderen Fluch sicherlich loslassen werde ;)

Wenn ein bisschen Zeit dazwischen frei bleibt werde ich all die anderen schönen Freitagsfüller lesen, und euch lege ich die auch ans Herz: scrap-impulse

Mittwoch, 22. November 2017

Happy Deathday

Happy Deathday (Christopher Landon, US 2017; 96 Minuten, FSK12)
mit Jessica Rothe, Israel Broussard, Ruby Modine, Charles Aitken, Laura Clifton u.a.


Inhalt (kino-hof.de)
Für die junge Studentin Tree verwandelt sich der eigene Geburtstag in einen schrecklichen, immer wiederkehrenden Alptraum, in dem ein maskierter Unbekannter auftaucht und sie umbringt. Kurz darauf wacht Tree auf, als wäre nichts passiert, nur um überrascht festzustellen, dass sich ihr Geburtstag haargenau wiederholt – und somit auch ihr DEATHDAY. Wieder und wieder muss Tree nun den Tag ihres Todes durchleben und immer neue Wege finden, der Bedrohung durch den mysteriösen Fremden zu entkommen.


Meine Meinung:
Kinodienstag - der Saal ist erstaunlich voll für einen Film der sich vorab schlecht einzuschätzen weiß. Nach dem Trailer denkt man an einen Horror-Film, mit der FSK12-Freigabe allerdings sollte klar werden, dass es so schlimm nicht werden kann. 

Tree erwacht also jeden Tag aufs neue in einer Studentbude bei einem Kerl Namens Carter, den sie anfänglich nicht kennt und erlebt ihren Geburtstag, der jedesmal mit ihrem Tod endet. Doch jeden Tag erfährt sie mehr und setzt es sich zum Ziel zu
Quelle: moviepilot
überleben, aus der Zeitschleife zu entkommen, und vor allem herauszufinden wer ihr da - jeden Abend auf eine neue Art - ans Leder will. Tree ist dabei alles andere als ängstlich und geht dabei immer wieder herrliche albern auf den Täter mit der Baby-Maske zu. Allerdings wirkt sie auch unnahbar, arrogant, egoistisch und eben alles andere als sympathisch. Es gibt also eine ganze Liste von Leuten die etwas gegen sie haben könnten. 


Doch der Film ist mehr als nur ein komischer Horror-Slasher. Es zeigt ein Mädchen welches im Laufe ihrer immer wieder erlebten Tage sich selbst den Spiegel vorgehalten bekommt. Sie merkt, dass auch sie einiges falsch gemacht hat und findet die innere Zufriedenheit mit sich selbst und schließt Frieden.


Selbstverständlich darf man nicht viel auf die Logik geben bei diesem Film - und schon gar nicht zu viel nachdenken. Der Film lebt in erster Linie von der in meinen Augen fantastischen Leistung von Jessica Rothe die sämtliche Facetten ihrer Rolle absolut überzeugend zeigt.

Der Streifen erfüllt alle Klischees, angefangen von der blonden Oberzicke von der man meint "na die stirbt eh zuerst", über Mördermasken, Spieluhren, Studentenpartys und natürlich ein wenig Teeny-Romantik.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und die Zeit verging - trotz sich teilweise natürlich wiederholender Handlungen - sehr schnell. Überraschend positiv und 6,5 Punkte von mir daher für diese Mischung aus "Scary Movie" und "Täglich grüßt das Murmeltier".

Samstag, 18. November 2017

Fremdes Leben - Petra Hammesfahr

Petra Hammesfahr - Fremdes Leben

Inhalt (Klappentext)
"Mach sie tot, mach sie tot!" Mit diesen Worten im Kopf erwacht eine Frau auf einer Intensivstation. Doch wer hat das gesagt? War sie gemeint? Wer ist sie überhaupt? Fast zwei Jahre soll sie im Koma gelegen haben, doch sie weiß nichts mehr. Den Mann, der sie mit Claudia anspricht und sich als ihr Ehemann Carsten Beermann vorstellt, kennt sie nicht. Auch der erwachsene Sohn, der von seiner leidvollen Kindheit erzählt, ist ihr fremd. Erst als sie sich an einen kleinen Jungen erinnert, der in einer brennenden Wohnung nach seiner Mutter ruft, keimt in ihr ein entsetzlicher Verdacht …


Meine Meinung:
Quelle: Randomhouse Bloggerportal
Stellt euch vor, ihr erwacht. Wisst nicht wo ihr seid und seit wann ihr dort schon seid. Und dann werdet ihr auch noch mit falschem Namen angesprochen. Was nach einem absoluten Albtraum klingt ist für Claudia grausige Realität. Durch einen schrecklichen Unfall vor über 2 Jahren ist ihr Leben nicht mehr so wie es war. Das Gesicht entstellt, sie muss das Laufen neu erlernen und in ihrem Gedächtnis klaffen große Lücken. Mit Hilfe der Ärzte und Schwestern im Krankenhaus gelingt es Claudia allerdings kleine Erinnerungsfetzen wiederzu gelangen. Doch wem kann sie vertrauen, wer sagt ihr wirklich die Wahrheit? Ihr Ehemann - von dem sie schon vor dem Unfall getrennt war - kümmert sich nach dem Aufwachen um das nötigte und sorgt liebevoll dafür, dass sie nach ihrer Zeit in der Reha in ein eigenständiges Leben zurück kann. Freunde hat sie offenbar keine (mehr).

Doch Claudia glaubt nicht an die Geschichten die ihr aufgetischt werden, ihre Erinnerung erzählt ihr immer wieder etwas anderes und so macht sie sich auf die Suche nach Lösungen und begibt sich bei der Reise in die Vergangenheit in große Gefahr. 
Was hat es mit Cilly auf sich - und viel mehr, wer ist Cilly, die sie glaubte Anfangs selbst zu sein? Wer sind Achim und Ulf, und was geschah mit dem kleinen Erik? 

Lange Zeit tappt man als Leser genauso wie Claudia im dunkeln und verzweifelt mit ihr. Jeder ist verdächtig - und auch Claudia scheint nicht unbedingt eine sympathische Zeitgenossin gewesen zu sein. Durch ihre Amnesie weiß man auch nicht ob die Erinnerungen, die Claudia immer wieder erlebt, nicht doch nur Träume sind.  

Das Ende - man sollte hier nicht zu viel verraten - ist dann schon ein wenig überraschend, wenngleich doch auch durchaus logisch. 

Die einzelnen Charaktere ergeben eine stimmige Geschichte, vor allem natürlich Claudia ist sehr facettenreich, geheimnisvoll und geprägt vom Leben. Alle anderen Namen die auftauchen werden relativ kurz belichtet, mehr ist aber auch nicht nötig. 

Lesen lässt sich das Buch sehr angenehm, Petra Hammesfahr versteht es sich in den Leser hineinzuversetzen und ihn direkt mit in die Geschichte zu ziehen, so dass man glaubt als Mäuschen alles zu beobachten. 

Für mich handelt es sich bei "Fremdes Leben" nicht nur um einen Roman. Es ist auch ein klein wenig Psychodrama. 
Nach Beendigung des Buches lässt es einen doch tief durchatmen. Auch wenn manche Handlungen vielleicht ein klein wenig unrealistisch sind so bleibt man selbst doch auch mit einem unwohlem Gefühl zurück und zieht den Hut vor Claudia! 

Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten, da ich Anfangs ein wenig Schwierigkeiten hatte in das Buch zu finden.


Vielen Dank an Julia Jerosch vom Randomhouse Bloggerportal für die Zusendung des kostenlosen Rezensionexemplares

(diana Verlag, 2016, 496 Seiten)