Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der Krampus

Der Krampus (US, 2015, Horror, Komödie, Fantasy, von Michael Dougherty)
u.a. mit Adam Scott, Toni Collette, Allison Tolman, David Koechner, Conchata Ferrell, Emjay Anthony


Inhalt: (filmstarts.de)
Für Max sind die Weihnachtsfeiertage wenig erfreulich: Die gesamte Verwandtschaft entert das Haus, alle streiten sich, und zu essen gibt es den unsäglichen Weihnachtsbraten seiner Mutter. Wie das Fest der Liebe fühlen sich diese unangenehmen Stunden für Max nicht an. Doch dann fällt der Strom aus und in der Dunkelheit lauert noch etwas viel Schrecklicheres als die lieben Verwandten: der Krampus. Er wird angelockt durch die mangelnde Festtagsstimmung in Max‘ Elternhaus und kommt nun, um alle Ungläubigen zu bestrafen. Im Schlepptau hat er die Horrorversionen sonst so friedlicher Weihnachtsikonen. Max und seine Familie müssen nun zusammenhalten, um die grausige Sagengestalt zu vertreiben, bevor die Monster-Variante des Weihnachtsmanns jemanden fressen kann…

Meine Meinung:
Quelle: moviepilot.de
Ich habe den Fehler gemacht nur den Trailer zu sehen und war daher der Meinung, dass es sich um eine düsteren Horror-Grusel-Film handelt. Auch mit dem Hintergrundwissen, dass der Krampus tatsächlich eine Sagengestalt aus dem Alpenraum ist. Das auch - oder zum größten Teil Komödie - dahinter stecken wurde mir erst während des Films bewusst. Hätte ich diese Einstufung vorher gewusst, so wäre meine Benotung wahrscheinlich einen Tick besser. 

Aber der Reihe nach. Der Film fängt wie eine öde Weihnachts-Romantik-Komödie an. Hektische Menschen kurz vor Weihanchten im Einkaufszentrum. Man prügelt sich ums letzte Geschenk, jeder ist unfreundlich und genervt und die Kinder müssen auf Wunsch der Eltern ein Bild mit dem Weihnachtsmann machen oder gar eine Weihnachtsgeschichte aufführen. Völlig klar, dass das schief geht. So ist das Weihnachtsfest von Max schon zerstört bevor das eigentliche Unheil kommt. Die Verwandtschaft, wie jedes Jahr. Und so kommt es, dass Max zum ersten mal keinen Wunschzettel an Santa Claus abschickt sondern diesen zerreist. 

Sofort verändert sich das Bild, dunkle Wolken ziehen auf, ein Schneesturm ist im Anmarsch und der Strom fällt aus. So sitzen alle zusammen im Haus fest und müssen mit sich selbst klar kommen. Denkt man, dass jetzt das gruseln los geht so ist man auf der falschen Spur. Der Krampus zeigt sich zuerst der Schwester von Max, die ihren Freund ein paar Straßen weiter besuchen möchte (mitten im Schneesturm, der für absolutes Chaos sorgt). Als sie nach der vereinbarten Stunde nicht zurück kommen machen sich die Männer auf den Weg um sie zu suchen - und machen auch schreckliche Entdeckungen. 
Derweil ahnt Omi am Kamin - die in einem seltsamen schwäbischen Dialekt redet und mit Untertiteln bestückt wird - dass etwas anderes am Werk ist als nur ein Unwetter. Ihre eindringliche Bitte das Feuer niemals ausgehen zu lassen wird zu Nacht ignoriert, denn auch die Nachtwache schläft ein. 

Ab jetzt wird der Film erst so richtig komisch - wenn man das so nennen kann wenn nach und nach jedes Familienmitglied verschwindet und verspeist wird. Hysterisch kichernde Lebkuchenmänner, Gruselpuppen und -teddys sind absolut ulkig und dennoch irgendwie schaurig, eklig zugleich. Wenn auch mir die Lebkuchenmännlein am besten gefallen haben. Ein klein wenig erinnerte mich diese ganze Szenerie an die Gremlins. Hingegen die Schneemänner im Garten zeigen Wirkung! Da würde ich mich jedesmal gruseln wenn ich so einen vor meinem Fenster hätte. 
Omi am Kamin kann sich irgendwann dazu durchringen die Geschichte des Krampus zu erzählen, dann sie ist ihm schon einmal begegnet. Ich finde diese kleine Comic-Geschichte wirklich gut erzählt und eingebaut, so wird auch dem letzten Kinobesucher klar warum der Krampus zu manchen Kindern zu Besuch kommt. 

Da der kleine Max nun diese Geschichte kennt glaubt er nun Schuld an der ganzen Misere zu sein, weil er den Glauben an Weihnachten verloren hat. Er stellt sich dem Krampus und möchte seine Familie retten. 
Ob das gelingt lässt das Ende ein klein wenig offen. Und ich liebe Filme bei denen man spekulieren kann. 

Ich bin mir nicht sicher wie ich diesen Film bewerten soll. Als Horrorfilm jedenfalls fällt er durch. Als Gesamtpaket hat er mich aber gut unterhalten .... daher finde ich 6 Punkte von 10 durchaus gerecht.
Fazit: Kolossaler Schwachsinn der aber dennoch - oder gerade deswegen - gut unterhält! 

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